Putin erklärt überraschenden 72-Stunden-Waffenstillstand und lobt Trump: „Er gibt einfach nicht auf“

Ein Waffenstillstand um Mitternacht

Entscheidende diplomatische Verhandlungen auf höchster Ebene spielen sich häufig im Verborgenen ab – weit weg von der Öffentlichkeit. Wegweisende Momente beginnen meist mit stillen Gesprächen, geführt in sicherer Distanz zur Front.

Genau das bestätigte sich bei einem unerwarteten nächtlichen Treffen in Moskau, das inmitten eines verheerenden Konflikts zumindest für einen kurzen Augenblick eine seltene Atempause brachte.

Befehl zum Schweigen der Waffen

Wladimir Putin erließ einen überraschenden Befehl zur vorübergehenden Einstellung aller Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt. Diese militärische Pause von 72 Stunden trat mit dem Schlag der Mitternacht am Samstag in Kraft. Die ukrainische Seite reagierte prompt und kooperativ. Präsident Wolodymyr Selenskyj erwiderte den Schritt und verpflichtete sich, dass die ukrainischen Streitkräfte im selben Zeitfenster keinerlei Angriffe auf Moskau durchführen würden.

Hinter dieser stillschweigenden Übereinkunft steckte die unangekündigte Ankunft zweier hochrangiger amerikanischer Gesandter in der russischen Hauptstadt. Steve Witkoff und Jared Kushner setzten sich mit dem russischen Präsidenten in seiner offiziellen Residenz zu einem intensiven, dreistündigen Gespräch hinter verschlossenen Türen zusammen.

Im Verlauf der Unterredung würdigte Witkoff ausdrücklich die Bereitschaft des russischen Staatschefs, die laufenden Kämpfe zu unterbrechen. Genau diese vorübergehende Pause schuf den notwendigen und sicheren Rahmen, damit die entscheidenden Verhandlungen überhaupt stattfinden konnten.

Warme Worte hinter geschlossenen Türen

Fernsehaufnahmen vom Moskauer Treffen enthüllten eine überraschend versöhnliche Rhetorik. Der russische Präsident überhäufte Donald Trump mit Lob und hob insbesondere dessen Bemühungen um eine friedliche Lösung hervor – und das trotz des enormen innenpolitischen Drucks in den USA.

„Obwohl er sich der Schwierigkeit der Lage, in die er eintritt, vollkommen bewusst ist, hört er nicht auf, nach Lösungen zu suchen, und beteiligt sich aktiv an der Beilegung des russisch-ukrainischen Konflikts“, erklärte Putin über den amerikanischen Präsidenten. Gleichzeitig ließ er über die Unterhändler herzliche Grüße ausrichten.

Diese unerwartet positive Stimmung wurde anschließend von weiteren hochrangigen Kreml-Vertretern bestätigt. Juri Uschakow, einer der engsten Vertrauten Putins, verriet, dass die Tagesordnung des nächtlichen Treffens weit über einen bloßen Meinungsaustausch zur Ukraine-Krise hinausging.

Seinen Angaben zufolge widmeten sich die Diplomaten eingehend auch wirtschaftlichen Fragen und erörterten Möglichkeiten für weitreichende, für beide Seiten vorteilhafte amerikanisch-russische Projekte in der Zukunft.

Die Diplomaten-Mission zieht weiter nach Kiew

Aus Moskauer Sicht wurden die Gespräche als äußerst nützlich und perfekt getimed bewertet. Trotz der diplomatischen Freundlichkeiten macht der Kreml jedoch unmissverständlich klar, dass seine strikten Bedingungen für eine endgültige Beendigung des Krieges vollkommen unverändert bleiben.

Beide amerikanischen Unterhändler reisten nach ihrem Moskauer Zwischenstopp unmittelbar zur ihrem ersten offiziellen Besuch in der ukrainischen Hauptstadt weiter. Wolodymyr Selenskyj bestätigte daraufhin, dass er die seltene Delegation ungeduldig erwartet, und erklärte sich vollumfänglich bereit für ein außerordentlich konstruktives und inhaltlich reiches Gespräch.

Author

  • Markus Steiner ist ein österreichischer Autor mit Interesse an Haushalt, Garten und cleveren Alltagstipps. Er teilt nützliche Ratschläge und inspirierende Ideen für ein komfortables Zuhause.

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