Ein tief verwurzelter Widerstand gegen erneuerbare Energien
Der amerikanische Präsident macht seit Jahren keinen Hehl aus seiner grundlegenden Ablehnung bestimmter Energieinfrastrukturen. Besonders Windkraftanlagen haben es ihm angetan – gegen diese wendet er sich mit bemerkenswerter Beharrlichkeit.
Im November 2025 blockierte seine Regierung gleich fünf große Offshore-Projekte an der Ostküste. Als offizielle Begründung nannte die Regierung damals überraschenderweise Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit.
Gerichte hoben dieses pauschale Verbot zwar anschließend auf und ermöglichten den Baufirmen die Weiterarbeit – doch die ablehnende Haltung des Präsidenten blieb davon völlig unberührt. Seine Abneigung gegenüber der Windkraft scheint sogar noch gewachsen zu sein.
Ein bemerkenswerter Widerspruch im Weißen Haus
Bei einem offiziellen Briefing ließ das Staatsoberhaupt kein gutes Haar am europäischen Ansatz in der Energiepolitik. Neben Kritik an der Grenzsicherung rückte er massiv den Ausbau grüner Energieinfrastruktur ins Visier.
Die Abhängigkeit von Windenergie bezeichnete er als kompletten wirtschaftlichen Unsinn. „Alle Staaten, die Windturbinen haben, sind Versager“, erklärte er und fügte hinzu, solche Anlagen würden ein Land finanziell regelrecht ausbluten lassen.
Diese Aussagen lösten sofort eine Welle der Verwunderung aus – und das aus gutem Grund. Die Vereinigten Staaten betreiben derzeit nämlich mehr als 77.000 Windturbinen, verteilt auf 1.800 Onshore- und Offshore-Parks im gesamten Land.
Energiepolitische Experten verwiesen umgehend auf die nüchternen Zahlen. Allein im Jahr 2025 erzeugten amerikanische Windkraftanlagen beeindruckende 464,4 Terawattstunden Strom – das entspricht rund 10,5 Prozent der gesamten Stromversorgung des Landes. Die scharfen Worte des Präsidenten richteten sich damit paradoxerweise auch gegen die eigene Energiewirtschaft.
Historische Mühlen und moderne Hochtechnologie
In seinen Reden greift der Politiker gerne auf Begriffe zurück, die eher an traditionelle Landwirtschaft als an moderne Kraftwerke erinnern. Dabei ist der technologische Unterschied kaum größer denkbar.
Während historische Windmühlen ausschließlich als mechanische Geräte zum Mahlen von Getreide oder Pumpen von Wasser dienten, sind heutige Turbinen hochentwickelte Industriemaschinen. Ihr einziger Zweck besteht in der effizienten Umwandlung kinetischer Energie in elektrischen Strom.
Es liegt auf der Hand, dass die anhaltende Kritik nicht romantischen Holzkonstruktionen aus dem 19. Jahrhundert gilt, sondern der modernen Grundlastenergieversorgung des Landes.
Eine persönliche Fehde mit langer Geschichte
Die Wurzeln dieser tief sitzenden Feindseligkeit reichen weit zurück. Den Anfang nahm alles, als schottische Behörden den Bau eines großen Offshore-Windparks genehmigten. Die Turbinen sollten nämlich in direkter Sichtweite eines Luxus-Golfresorts in Aberdeenshire entstehen, das dem Präsidenten gehört.
Seit seinem Eintritt in die große Politik überrascht er regelmäßig mit gewagten und wissenschaftlich nicht belegten Behauptungen. So behauptete er etwa wiederholt, der Lärm rotierender Rotorblätter verursache schwere Erkrankungen, Windanlagen würden die lokale Vogelwelt flächendeckend dezimieren und den Wert umliegender Immobilien dramatisch senken.
Zuletzt präsentierte er sogar die These, normale Windstille habe während einer entscheidenden Präsidentschaftsdebatte den Fernsehsignalausfall verursacht. Energieanalytiker widerlegten diesen Mythos rasch. Moderne Übertragungsnetze nutzen ihren Angaben zufolge einen breiten Energiemix sowie leistungsstarke Batteriespeicher, die eine zuverlässige Versorgung auch bei völliger Windstille sicherstellen.
Das Weiße Haus stellte sich anschließend offiziell hinter diese radikalen Ansichten. Vertreter der Regierung bezeichneten Windenergie als den größten Betrug des Jahrhunderts und behaupteten, Steuerzahler würden Milliarden für ein völlig unzuverlässiges System aufwenden.










