Haus im Herbst schützen: Diese Mischung um Fenster und Türen sprühen

Wenn der Herbst kommt, kommen auch die ungebetenen Gäste

Mit dem Einzug kühler Herbsttage sinken nicht nur die Außentemperaturen. Viele Haushalte bemerken in dieser Jahreszeit ein deutlich häufigeres Auftreten von Spinnen und anderen kleinen Insekten, die instinktiv nach einem warmen Unterschlupf suchen.

Je kürzer die Tage und je frostiger die Nächte werden, desto mehr verwandeln sich undicht schließende Fenster, Türen oder winzige Risse in der Gebäudehülle in ideale Einfallstore für unerwünschte Mitbewohner.

Wer sein Zuhause nicht mit krabbelnden Eindringlingen teilen möchte, hat jedoch gleich mehrere einfache und wirkungsvolle Möglichkeiten, ihnen auf natürliche Weise den Einzug zu verwehren.

Zimtlösung als natürliche Schutzbarriere

Einer der beliebtesten Hausmittel-Tricks setzt auf ganz gewöhnlichen Zimt. Dieses beliebte Gewürz enthält nämlich spezifische Aromastoffe – allen voran Zimtaldehyd. Dessen starke abschreckende Wirkung auf bestimmte Insektenarten wurde bereits durch verschiedene Labortests belegt.

Die Zubereitung dieses wohlriechenden Repellents ist denkbar einfach. Man verrührt einen bis zwei Teelöffel gemahlenen Zimt in etwa einem halben Liter lauwarmem Wasser. Die Mischung kurz ziehen lassen und anschließend durch ein feines Sieb oder ein Tuch direkt in eine Sprühflasche filtern.

Da sich das feine Pulver im Wasser nie vollständig auflöst, muss die Flasche vor jeder Anwendung gründlich geschüttelt werden. Danach trägt man einen leichten Sprühnebel auf alle kritischen Stellen auf. Besonders im Fokus sollten Fensterrahmen, innen- und außenliegende Fensterbänke, Türschwellen, Balkontüren sowie alle sichtbaren Risse und Spalten stehen.

Die Flächen müssen dabei keineswegs durchnässt werden – ein leichter Sprühfilm genügt völlig. Wichtig zu wissen: Nach starkem Regen oder einer gründlichen Reinigung verflüchtigt sich der Duft, weshalb eine regelmäßige Auffrischung der Anwendung unbedingt notwendig ist.

Gründliches Abdichten bringt dauerhaften Erfolg

Treten Schädlinge bei Ihnen in größerer Zahl auf, wird der Duft allein kaum ausreichen. Das physische Versperren von Zugangswegen ist stets der wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem ungestörten Wohnklima.

Überprüfen Sie sorgfältig den Zustand aller Dichtungen. Der Austausch verschlissener Dichtungsbänder und das Verfüllen von Spalten rund um Rahmen löst das eigentliche Problem weit effektiver als das bloße Vertreiben von Spinnen per Aromatherapie. Eine hervorragende und dauerhafte Investition sind außerdem hochwertige Insektenschutzgitter für Fenster.

Worauf Sie bei der Anwendung achten sollten

Beim Einsatz der selbst hergestellten Zimtflüssigkeit ist rund um empfindliche Materialien besondere Vorsicht geboten. Helle Stoffe, Gardinen, Teppiche oder unbehandeltes Holz könnten unschön vergilben. Es ist daher klüger, die Lösung zunächst an einer kleinen, unauffälligen Stelle zu testen.

Sprühen Sie außerdem grundsätzlich nicht auf Küchenarbeitsflächen, in unmittelbarer Nähe von Lebensmitteln oder auf Böden, auf denen Haustiere herumlaufen und lecken. Wer statt des klassischen Pulvers mit konzentriertem ätherischen Zimtöl experimentieren möchte, sollte besonders behutsam vorgehen – dessen Intensität und mögliche Reizwirkung ist um ein Vielfaches stärker.

Das Beste aus beiden Methoden kombinieren

Auch wenn das Gewürzspray keine magische und undurchdringliche Mauer gegen die Natur darstellt, ist es ein ausgesprochen günstiger und schneller Versuch, die häufigsten Eintrittspunkte zu sichern. Für maximale Ruhe im Herbst und Winter bleibt jedoch die Kombination aus mechanischen Sperren und sorgfältig abgedichteten Fugen die zuverlässigste Lösung.

Author

  • Markus Steiner ist ein österreichischer Autor mit Interesse an Haushalt, Garten und cleveren Alltagstipps. Er teilt nützliche Ratschläge und inspirierende Ideen für ein komfortables Zuhause.

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