Klassischen Geldautomaten läuft die Zeit ab: Das ist die neue effektive Alternative

Der Wandel im Umgang mit Geld

Die Art und Weise, wie wir heute mit Geld umgehen, verändert sich in einem atemberaubenden Tempo. Was früher selbstverständlich war, gehört zunehmend der Vergangenheit an.

Schnelle kontaktlose Zahlungen sind längst zum absoluten Standard geworden. Das Smartphone hat für viele von uns die prall gefüllte Brieftasche vollständig ersetzt. Wir kennen alle diese bequeme Routine an der Kasse – Karte oder Smartwatch ans Terminal halten, fertig.

Physische Geldscheine spielen im Alltag damit eine immer kleinere Rolle. Den meisten Menschen fällt ihr Fehlen erst dann auf, wenn sie unverhofft auf einen Händler treffen, der keine modernen Zahlungsmethoden akzeptiert.

Dieser Trend hat eine unvermeidliche Konsequenz: Die einst allgegenwärtigen Bargeldservices und Geräte verschwinden still und leise aus unserem Stadtbild.

Ein entscheidender Einschnitt beim Bezahlen

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in Frankreich, wo der Wandel der Zahlungsgewohnheiten rasant voranschreitet.

Während Bargeld im Jahr 2017 noch 68 Prozent aller Transaktionen ausmachte, ist dieser Anteil inzwischen auf 51 Prozent gesunken. Der spürbare Rückgang bei Barabhebungen zwingt Finanzinstitute dazu, ihre bisherige Strategie grundlegend zu überdenken – denn der Betrieb einzelner klassischer Geldautomaten lohnt sich schlicht nicht mehr.

Ein gemeinsames Geldautomatennetz entsteht

Mehrere führende Bankkonzerne haben sich deshalb entschlossen, ihre Kräfte zu bündeln. Sie schlagen einen innovativen Weg ein und bauen gemeinsam einen völlig neuen Typ multifunktionaler Automaten auf.

Hinter diesem ambitionierten Projekt stehen vier große Akteure: BNP Paribas, Société Générale, Crédit Mutuel und CIC. Ihre Modernisierungspläne sind beeindruckend groß und sollen in sehr kurzer Zeit umgesetzt werden.

Bis zum Jahr 2026 sollen knapp 7.000 sogenannte gemeinsame Standorte entstehen, die unter dem Namen Cash Services firmieren. Diese modernen Terminals werden Kunden sowohl in Filialen der beteiligten Banken als auch an ausgewählten externen Standorten zur Verfügung stehen.

Der Preis für diese Innovation ist jedoch klar: Rund 3.000 alte Geldautomaten werden dauerhaft abgebaut. Das betrifft vor allem dicht besiedelte Städte und ihre angrenzenden Vororte.

Wie funktionieren die neuen Automaten in der Praxis?

Die neue Generation von Terminals bietet Nutzern ein deutlich breiteres Leistungsspektrum als bisher gewohnt.

Neben der üblichen Bargeldabhebung ermöglichen sie auch das Einzahlen von Scheinen oder sogar Schecks. Das intelligente System erkennt die eingeführte Karte sofort und passt das gesamte Bildschirmmenü automatisch an die Hausbank des jeweiligen Kunden an.

Ein großer Vorteil für Verbraucher ist dabei, dass Abhebungen an diesen gemeinsamen Geräten keinerlei zusätzliche Fremdbankengebühren verursachen.

Der eigentliche Antrieb hinter dieser Revolution ist natürlich das Streben nach Kosteneinsparungen auf Seiten der Geldinstitute. Ein alterndes Netz individueller Automaten bei sinkendem Bargeldinteresse am Laufen zu halten, war schlicht auf Dauer nicht tragbar.

Ob die Menschen diese Neuerung schnell annehmen werden, muss die Zeit zeigen. Während Technikbegeisterte die erweiterten integrierten Funktionen schätzen dürften, werden andere vielleicht eine gewisse Nostalgie gegenüber den klassischen Geldautomaten empfinden – die über Jahrzehnte zum selbstverständlichen Bild jeder größeren Straße gehörten.

Author

  • Markus Steiner ist ein österreichischer Autor mit Interesse an Haushalt, Garten und cleveren Alltagstipps. Er teilt nützliche Ratschläge und inspirierende Ideen für ein komfortables Zuhause.

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