Jahrzehntelang galten Kunststofffenster als gesetzter Standard
Für die meisten Haushalte waren Kunststofffenster über Jahrzehnte hinweg die erste Wahl. Sie sind erschwinglich, pflegeleicht und in unzähligen Designs erhältlich.
Doch langsam dreht sich das Blatt. Immer mehr Immobilienbesitzer schauen sich bei Sanierungen oder Neubauten nach anderen Lösungen um.
In den Vordergrund rückt dabei ein Material, das früher ausschließlich Luxusvillen und Gewerbegebäuden vorbehalten war. Der größte Anreiz ist seine beeindruckende Lebensdauer.
Witterung und Zeit setzen Kunststoff zu
Trotz seiner unbestreitbaren Vorteile hat Kunststoff einige konstruktionsbedingte Schwachstellen. Im Sommer dehnen sich die Fensterrahmen durch die Hitze aus, im Winter ziehen sie sich bei Frost wieder zusammen.
Diese ständigen extremen Temperaturschwankungen können nach Jahren die Dichtigkeit der Fenster beeinträchtigen und die inneren Beschläge belasten.
Hinzu kommt die allgegenwärtige UV-Strahlung. Wer weiße Profile zuhause hat, hat vielleicht schon bemerkt, dass sie mit der Zeit gelblich oder gräulich werden. Außerdem verliert Kunststoff durch Sonneneinstrahlung langsam seine Elastizität und wird spröde.
Problematisch wird es auch bei modernen Fensterformaten. Der aktuelle Trend geht zu großzügigen Glasflächen mit schweren Dreifachverglasungen, deren enormes Gewicht Kunststoffrahmen auf Dauer schlicht nicht ohne Verformungsrisiko tragen können.
Aluminium räumt mit alten Vorurteilen auf
Als immer beliebtere Alternative setzen sich deshalb Aluminiumfenster durch.
Früher hielt sich hartnäckig das Vorurteil, dass Metallrahmen für normale Wohnhäuser ungeeignet seien, weil sie zu viel Wärme nach außen leiten. Die heutige Technologie zeigt jedoch ein völlig anderes Bild.
Moderne Aluminiumprofile verfügen über ausgefeilte Dämmschichten, die Wärmeverluste auf ein absolutes Minimum reduzieren.
Metall ist darüber hinaus außergewöhnlich stabil und gleichzeitig leicht. Das ermöglicht sehr schlanke Rahmen, die selbst massives Glas problemlos tragen. Das Ergebnis: deutlich mehr natürliches Tageslicht im Innenraum. Genau deshalb ist Aluminium die klare Wahl für großformatige französische Fenster und moderne Schiebetüren vom Boden bis zur Decke.
Eine Investition, von der noch die nächste Generation profitiert
Den entscheidenden Unterschied merkt man allerdings erst beim Blick auf die lange Sicht.
Während klassische Kunststofffenster im Durchschnitt 20 bis 30 Jahre halten, bleibt ein hochwertiges Aluminiumfenster problemlos 50 bis 80 Jahre in einwandfreiem Zustand.
Dazu kommt: Aluminium ist nahezu wartungsfrei. Es verblasst nicht in der Sonne, leidet nicht unter Witterungsextremen und muss wegen thermischer Ausdehnung nicht regelmäßig nachgestellt werden.
Das bedeutet natürlich nicht, dass man Kunststoff grundsätzlich ausschließen sollte. Budget, Dämmungsanforderungen und die Besonderheiten des jeweiligen Gebäudes spielen immer eine Rolle.
Wer jedoch große Glasflächen, ein elegantes minimalistisches Erscheinungsbild und über viele Jahrzehnte absolute Ruhe mit seinen Fenstern anstrebt, für den lohnt es sich definitiv, eine Aluminiumlösung in Betracht zu ziehen.










