Beim Autokauf zählt mehr als Design und PS
Wer ein neues Auto kauft, denkt natürlich an Optik, Motorleistung und Ausstattung. Doch für viele Fahrer steht ein ganz anderer Faktor ganz oben auf der Prioritätenliste: langfristige Betriebszuverlässigkeit. Unerwartete technische Pannen und saftige Werkstattrechnungen können selbst das schönste Fahrzeug schnell zur finanziellen Belastung machen.
Ein erfahrener Automobilingenieur mit über 35 Jahren Branchenerfahrung hat sich kürzlich daran gemacht, die bekanntesten Fahrzeughersteller der Welt systematisch zu bewerten. Sein detailliertes Urteil basiert vor allem auf der Fertigungsqualität sowie den Produktentwicklungsprozessen der einzelnen Marken. Das Ergebnis hält einige echte Überraschungen bereit – denn die allseits erwarteten Favoriten kamen nicht ganz oben an.
Zwei japanische Marken dominieren die Spitzengruppe
Den Thron teilen sich überraschenderweise die japanischen Hersteller Mazda und Subaru. Der renommierte Ingenieur David Chao ordnete die verschiedenen Marken in Kategorien von S bis D ein, wobei S die höchste erreichbare Stufe darstellt. Mazda und Subaru sind die einzigen Hersteller, denen der Sprung in diese Elitegruppe überhaupt gelungen ist.
Mazda erhielt überschwängliches Lob für seine technische Kompetenz und präzise Verarbeitung. Besonders hervorgehoben wurden die ausgefeilten Produktionssysteme, optimierten Unternehmensprozesse, erstklassige Fabrikausstattung sowie das Fahrzeugdesign selbst. Der Experte merkt jedoch sachlich an, dass einwandfreie Fertigungsqualität nicht zwangsläufig absolute Pannenhäufigkeit über viele Betriebsjahre hinweg bedeutet.
Auch Subaru erreichte die Höchstnote. Der erfahrene Fachmann würdigte dabei besonders die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit Toyota. Ebenso betonte er den enormen technologischen Fortschritt, den dieser Hersteller in den vergangenen Jahren vollzogen hat.
Toyota und Honda müssen sich mit Platz zwei begnügen
Automobilgiganten wie Toyota und Honda schnitten zwar sehr gut ab, reichten diesmal aber nicht ganz bis zur Spitze. Beide japanischen Dauerbrenner wurden gemeinsam mit Porsche und Mitsubishi in die Kategorie A eingestuft – unmittelbar unterhalb des Treppchens.
Toyota wurde für seinen brillanten Ansatz bei der Fahrzeugentwicklung und der durchdachten Markteinführung neuer Modelle gelobt. Bei Honda bezeichnete der Ingenieur die Gesamtkompetenzen des Unternehmens als absolute Weltklasse. Die weiteren bekannten Namen finden sich jedoch deutlich weiter unten in der Rangliste.
Deutsche Premiummarken enttäuschen im Mittelfeld
In die mittelmäßige Kategorie B wurden Hersteller wie Nissan, Hyundai, Kia und BMW eingeordnet. Noch schlechter schnitten große Konzerne wie Audi, Volkswagen, Mercedes-Benz, General Motors, Ford und Tesla ab – sie landeten allesamt in der Gruppe C.
Das Schlusslicht des gesamten Expertenrankings bildet der multinationale Konzern Stellantis, der in die niedrigste Klasse D eingestuft wurde.
Für viele Autofahrer, die selbstverständlich mit einem klaren Triumph von Toyota oder den deutschen Premiummarken gerechnet hatten, dürfte dieses Fachurteil eine echte Überraschung sein. Die Lorbeeren für die beste Fertigungsqualität gehen diesmal ganz klar an die Ingenieure von Mazda und Subaru.










