Russischer Experte rät Putin, die Raketenkrise der USA auszunutzen: „Zerstört absolut alles“

Ein Stimmungsbarometer aus dem russischen Staatsfernsehen

Russische Staatsmedien gelten seit Langem als zuverlässiger Gradmesser für die Stimmung in den höchsten politischen Kreisen des Landes. Wenn radikale Militärvertreter im Fernsehen breiten Raum bekommen, deutet das nach Einschätzung erfahrener Beobachter meist auf eine strategische Neuausrichtung der Führung hin. Die Aggressivität der aktuellen Rhetorik, die derzeit aus den Bildschirmen schallt, hat dabei einem Höchststand erreicht, der selbst Experten beunruhigt.

Der Ruf nach totaler Vernichtung

In der populären Talkshow 60 Minuten fielen kürzlich Worte, die selbst für russische Verhältnisse schockierten. Oberst a. D. Jurij Knutow, der heute ein nationales Militärmuseum leitet, erhielt vor laufenden Staatskameras freie Hand, seine Ansichten unzensiert zu äußern.

Der frühere hochrangige Offizier appellierte an das Moskauer Kommando, keine Zeit zu verlieren und die momentane Überlegenheit gegenüber dem Nachbarstaat vollständig auszuschöpfen. Der ukrainischen Führung bleibe nach seinen Worten keinerlei Hoffnung mehr. „Wir müssen diese Gelegenheit fest ergreifen und täglich mit maximaler Kraft angreifen“, erklärte er live im Fernsehen — und fügte hinzu, dass alles, was zerstört werden könne, auch zerstört werden müsse.

Atomdrohungen und Lob für iranische Waffen

Die Studiodebatte verlagerte sich anschließend auf die angespannte Lage im Nahen Osten. Knutow hehlte nicht mit seiner Bewunderung für die iranischen Streitkräfte in ihrer laufenden Konfrontation mit den Vereinigten Staaten. Besonders hervorhob er den massiven Einsatz ballistischer Raketen — namentlich das Hyperschallsystem Khorramshahr-4 mit einer angegebenen Reichweite von 4 Kilometern, das er vor den Zuschauern als beeindruckende Technologie pries.

Noch einen Schritt weiter ging der einflussreiche Militärpublizist Igor Jurjewitsch Korotschenko. Er warnte offen davor, dass das russische Militär ohne Zögern auf sein nukleares Arsenal zurückgreifen werde, sobald dies strategisch für notwendig erachtet werde. Ein solcher Schritt würde nach seiner Analyse die wichtigsten Transportwege in der Westukraine sofort lahmlegen.

Korotschenko behauptete vor dem Publikum selbstsicher, die breite Öffentlichkeit unterstütze eine derartige Eskalation vollständig. Gewöhnliche Bürger erwarteten seinen Worten zufolge sogar ungeduldig weitere harte Schläge gegen feindliche Ziele.

Leergefegte amerikanische Waffenarsenale

Während in Moskau lautstark zur Totaloffensive aufgerufen wird, kämpfen die amerikanischen Streitkräfte im Hintergrund mit ernsthaften logistischen Problemen. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen und das Engagement in der Iranfrage haben zu einer dramatischen Ausdünnung der amerikanischen Raketenvorräte geführt. Die schwindenden Reserven zwingen die US-Militärstrategen dazu, ursprünglich geplante Operationen schmerzhaft einzuschränken.

Verteidigungsverantwortliche stehen nun vor einem schwierigen Dilemma: Sie müssen herausfinden, wie die volle Einsatzbereitschaft für mögliche plötzliche Krisen im asiatischen Raum aufrechterhalten werden kann. Dieses unübersehbare Zögern wird von geopolitischen Gegnern sehr genau registriert.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf spottete in sozialen Netzwerken öffentlich über den US-amerikanischen Präsidenten. Das offensichtlich geschwächte Auftreten der USA kommentierte er beißend: Was als massiver Angriff angekündigt worden sei, habe sich rasch in den verzweifelten Wunsch nach Verhandlungen verwandelt — was er als bloße Wiederholung eines endlosen diplomatischen Theaters bezeichnete.

Author

  • Markus Steiner ist ein österreichischer Autor mit Interesse an Haushalt, Garten und cleveren Alltagstipps. Er teilt nützliche Ratschläge und inspirierende Ideen für ein komfortables Zuhause.

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