Trump ordnete Abriss des neuen Weißen Haus-Heliports nach wochenlanger Bauarbeit an

Bauprojekt am Weißen Haus muss von vorn beginnen

Das Bauvorhaben am Weißen Haus steht nach einer überraschenden Präsidentenentscheidung wieder ganz am Anfang. Bauarbeiter mussten ein nahezu fertiggestelltes Projekt abbrechen, nachdem Donald Trump seine grundlegende Unzufriedenheit mit dem optischen Erscheinungsbild der neu entstehenden Hubschrauberlandefläche zum Ausdruck gebracht hatte. Dieser unerwartete Schritt verzögert die Fertigstellung erheblich – und das ausgerechnet vor einem bevorstehenden wichtigen diplomatischen Ereignis.

Der neue Heliport auf dem Südrasen sollte als dauerhaftes und modernes Zuhause für den legendären Präsidentenhubschrauber Marine One dienen. Doch das gesamte Projekt stieß auf unvorhergesehene ästhetische Hürden, die einen vollständigen Teilabriss bereits geleisteter Arbeit notwendig machten.

Wettlauf gegen die Zeit vor dem Staatsbesuch

Der Hauptgrund für die Zerstörung bereits fertiggestellter Abschnitte war die Befürchtung, dass die massige Konstruktion aufgrund des natürlichen Geländegefälles nicht mit dem Horizont fluchten würde. Bauunternehmen begannen daraufhin umgehend mit dem Abbau eines riesigen, dreißig Meter breiten Präsidentenwappens aus Granit, das das zentrale Gestaltungselement des gesamten Entwurfs bildete.

Die Arbeiten an der luxuriösen Landeplattform starteten im Juni dieses Jahres. Der gesamte Bauzeitplan war ursprünglich stark beschleunigt worden, um alles rechtzeitig für den erwarteten Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping im September vorzubereiten. Nun prüfen Ingenieure sorgfältig, welche weiteren Geländearbeiten erforderlich sind, bevor der Bau überhaupt wieder aufgenommen werden kann.

Die Finanzierung des Gesamtprojekts, geschätzt auf 5 bis 6 Millionen US-Dollar, soll laut Präsidentenaussagen vollständig vom Rüstungsunternehmen Sikorsky Aircraft übernommen werden, das zum Konzern Lockheed Martin gehört.

Weißes-Haus-Sprecher Davis Ingle verteidigte die Millionenausgabe mit dem Argument, dass das Anwesen seit Jahren dringend eine angemessene und sichere Landezone benötige. Der moderne Heliport soll in erster Linie den gepflegten Südrasen vor Beschädigungen durch starke Triebwerke schützen. Ingle fügte hinzu, der Amtssitz der amerikanischen Präsidenten sehe besser aus als je zuvor und werde weiterhin verschönert.

Technische Komplikationen und verbranntes Gras

Eine absolut ebene Fläche in diesem abschüssigen Gelände herzustellen stellt eine enorme ingenieurtechnische Herausforderung dar. Die US-Luftfahrtbehörde schreibt aus Sicherheitsgründen vor, dass Hubschrauberlandeplätze strikt eben sein müssen – wenngleich eine leichte Neigung für einen reibungslosen Wasserabfluss empfohlen wird.

Der Südrasen weist stellenweise eine Neigung von bis zu 20 Grad auf, was die üblichen Grenzwerte für dauerhafte Landeflächen deutlich überschreitet. Die Planer mussten daher äußerst sorgfältig den möglichst ebenen Bereich des gesamten Grundstücks für den Bau auswählen.

Die aktuelle Situation hängt außerdem eng mit den anhaltenden Problemen rund um die neue Hubschraubergeneration VH-92A Patriot zusammen. Diese modernen Maschinen, noch unter der Regierung Barack Obamas bestellt, wurden zwar erfolgreich geliefert, doch ihr speziell konstruiertes Abgassystem verbrannte bei jedem Start und jeder Landung buchstäblich das Gras. Genau wegen dieser Bedenken hinsichtlich der Grünflächen und eines sicheren Betriebs verlässt sich die Regierung bislang weiterhin vorrangig auf die ältere, bewährte Hubschrauberflotte.

Author

  • Markus Steiner ist ein österreichischer Autor mit Interesse an Haushalt, Garten und cleveren Alltagstipps. Er teilt nützliche Ratschläge und inspirierende Ideen für ein komfortables Zuhause.

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