Floridas Wähler schickten Cory Mills wegen einer Reihe von Skandalen nach Hause

Die republikanischen Wähler haben ein unmissverständliches Zeichen gesetzt. Dem umstrittenen Politiker wurde jede Chance auf eine erneute Parteinominierung endgültig verwehrt.

Der ehemalige Kongressabgeordnete aus Florida scheiterte in den Vorwahlen und verlor damit jede Hoffnung auf sein drittes Mandat. Der 46-jährige Gesetzgeber stand während des gesamten Wahlkampfs unter enormem Druck, der schließlich in einer vernichtenden Niederlage gegen einen parteiinternen Herausforderer mündete. Sein politischer Absturz vollzog sich vor dem Hintergrund intensiver Ermittlungen sowohl lokaler als auch bundesstaatlicher Behörden.

Anschuldigungen häuften sich von allen Seiten

Bereits im vergangenen Jahr tauchten schwerwiegende Berichte über mutmaßliche häusliche Gewalt auf. Ermittler prüften damals den Verdacht auf Angriffe gegen eine 27-jährige Frau. Diese konkreten Vorwürfe wurden zwar fallen gelassen, doch neue folgten prompt. Diesmal meldete sich seine frühere Partnerin Lindsey Langston zu Wort – die Gewinnerin der Wahl zur Miss United States im Oktober 2024. Nach dem Ende einer dreijährigen Beziehung erstattete sie Strafanzeige gegen den Politiker wegen anhaltender und aggressiver Belästigung.

Laut durchgesickerten Polizeiprotokollen begann Ende Februar 2025 eine systematische Einschüchterungskampagne seitens des Politikers. Angeblich bedrohte er seine Ex-Partnerin über mehrere verschiedene Konten mit der Veröffentlichung intimer Fotos und expliziter Videos aus ihrem gemeinsamen Privatleben. Rechtliche Schritte ließen nicht lange auf sich warten. Ein Richter in Florida erließ im Oktober eine offizielle Annäherungsschutzanordnung, die die Frau vor weiterem Druck schützen sollte.

Verlust wichtiger politischer Verbündeter

Der schwindende Rückhalt machte sich bald auch in den obersten Parteikreisen bemerkbar. Obwohl Donald Trump dem Kandidaten noch im Februar seine Sympathie ausgedrückt hatte, wandte er sich nach und nach vollständig von ihm ab. Auf den strategischen Listen bevorzugter Kandidaten, die auf der Plattform Truth Social geteilt wurden, fehlte der Name des amtierenden Politikers schließlich gänzlich.

Auch Floridas Gouverneur Ron DeSantis distanzierte sich während einer Pressekonferenz am Freitag nachdrücklich von dem belasteten Wahlkampf. Gegenüber Journalisten stellte er unmissverständlich klar, dass er diesen Mann niemals unterstützt habe und dies auch künftig nicht beabsichtige.

Ethische Untersuchungen und finanzielle Schwierigkeiten

Zu den persönlichen Skandalen gesellten sich detaillierte Überprüfungen auf Regierungsebene. Parlamentarische Kontrollausschüsse leiteten eine formelle Prüfung von Verträgen mit der Bundesregierung ein. Experten untersuchten, ob der Gesetzgeber illegal von staatlichen Aufträgen profitiert hatte. Auf dem Tisch lagen zudem Beschwerden wegen Verstößen gegen die Wahlkampffinanzierungsregeln sowie ernsthafte Verdachtsmomente wegen absichtlicher Falschangaben zu seinem Militärdienst.

Als wäre das noch nicht genug, gelangten Berichte über Räumungsklagen aus seiner Washingtoner Wohnung an die Öffentlichkeit. Es stellte sich heraus, dass der Politiker ausstehende Mietschulden in Höhe von beachtlichen 85.000 US-Dollar angehäuft hatte.

Ein Gerichtsverfahren zwang ihn zwar bereits im Folgemonat zur Begleichung des gesamten Betrags, doch der politische Schaden war da bereits irreparabel. Genau diese beispiellose Kombination aus persönlichen, rechtlichen und finanziellen Verfehlungen begrub letztlich alle Hoffnungen auf eine weitere Karriere in der großen Politik endgültig.

Author

  • Markus Steiner ist ein österreichischer Autor mit Interesse an Haushalt, Garten und cleveren Alltagstipps. Er teilt nützliche Ratschläge und inspirierende Ideen für ein komfortables Zuhause.

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