Eine düstere Vision für Amerikas Zukunft
Der preisgekrönte Schriftsteller und Journalist Kurt Andersen bereitet ein Werk vor, das den Lesern eine ausgesprochen finstere Vorstellung von Amerikas Zukunft präsentiert. Im Mittelpunkt steht der unerwartete Tod Donald Trumps – ein Ereignis, das eine verheerende Kettenreaktion nationaler Unruhen auslöst.
Statt einer nüchternen politischen Analyse wählte der Autor den Weg der Belletristik, um freier erkunden zu können, wohin sich die Vereinigten Staaten in den kommenden Jahren entwickeln könnten. Sein mit Spannung erwartetes satirisches Werk The Breakup versetzt uns in das Jahr 2035, in dem die amerikanische Gesellschaft nach dem fiktiven Tod ihres Präsidenten in eine Spirale politischer Gewalt abgleitet.
Tod während eines ikonischen Auftritts
Die Geschichte spitzt sich in dem Moment zu, in dem das Staatsoberhaupt seinen neunundachtzigsten Geburtstag feiert. Die Handlung spielt im legendären Trump Tower, wo der Präsident beschließt, einen berühmten Moment seiner Karriere nachzustellen – die Fahrt auf der goldenen Rolltreppe, die einst Geschichte schrieb.
Kurz darauf erleidet er laut Buch eine massive Hirnblutung, der er noch an Ort und Stelle erliegt.
Die Menge seiner Anhänger, die sich ursprünglich nicht nur zur Geburtstagsfeier, sondern auch zum zwanzigsten Jahrestag des historischen Wahlkampfs von 2015 versammelt hatte, beginnt sofort, wilde Verschwörungstheorien zu verbreiten. Gerüchte über einen sorgfältig geplanten Mordanschlag des sogenannten „Deep State“ greifen rasend schnell um sich.
Dieses Ereignis wirkt wie ein Zünder. Lokale Ausschreitungen im ganzen Land wachsen sich nach und nach zu einer massiven extremistischen Bewegung aus. In einem kürzlich geführten Interview erklärte der Autor, dass das anfänglich spontane Chaos im Buch schließlich zu einem echten rechtsextremen terroristischen Aufstand eskaliert.
Eine dunklere Handlung als Spiegel der Realität
Andersen spielte ursprünglich mit dem Gedanken, über Amerikas Zukunft ein Sachbuch zu schreiben. Letztlich gelangte er jedoch zu dem Schluss, dass ihm die Romanform weitaus mehr Raum für die Entfaltung eigener Ideen bieten würde.
Obwohl The Breakup noch vor Trumps Wiederwahl ins Weiße Haus im Jahr 2025 nahezu fertiggestellt war, zwang ihn die laufende zweite Amtszeit zu grundlegenden Überarbeitungen des Textes.
Das ursprüngliche Manuskript musste erheblich düsterer werden. Der Schriftsteller räumte ein, dass er den gesamten Kontext der Geschichte neu schrieb, damit sie bedrohlicher wirkt und eher an einen Alptraum erinnert – etwas, das der früheren Version noch gefehlt hatte.
Der Zerfall der amerikanischen Gesellschaft wird im Buch zudem auf einer persönlicheren Ebene gespiegelt, nämlich durch die zerbrechende dreiundzwanzigjährige Beziehung der Hauptfiguren.
Das Buch resoniert mit Berichten über die Gesundheit des Präsidenten
Das Erscheinen des Romans fällt in eine Zeit, in der sich die Öffentlichkeit zunehmend für den tatsächlichen körperlichen Zustand des Führers der freien Welt interessiert. Zu diesen Diskussionen trug maßgeblich das kürzlich veröffentlichte Buch Regime Change der investigativen Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan bei.
Ihren Recherchen zufolge verbrachte Donald Trump nach seiner Rückkehr ins Amt die meiste Zeit damit, lediglich zwischen dem Weißen Haus und seinen Privatresidenzen zu pendeln – eine direkte Folge der zwei vorangegangenen Attentatsversuche. Seinem Umfeld soll er mitgeteilt haben, dass er nach der Wahl 2024 endgültig aufgehört habe, traditionelle politische Kundgebungen abzuhalten.
Quellen aus dem Präsidialbüro bemerkten im Privaten unter anderem nachmittägliche Erschöpfungszustände, eine leichte Verschlechterung des Hörvermögens sowie häufige Blutergüsse an den Händen.
- Änderung der Protokolle: Ausländische Delegationen wurden zunehmend im Oval Office empfangen, anstatt wie üblich im East Room.
- Praktische Gründe: Hinter dieser Änderung sollen nicht nur die bessere Akustik des kleineren Raums gesteckt haben, sondern vor allem der Umstand, dass der Präsident während der Gespräche nicht allzu lange stehen musste.
Als Kurt Andersen auf die Entwicklung der Ereignisse während des Schreibens seines Romans zurückblickte, hielt er eine erschreckende Tatsache fest. Was vor drei Jahren noch als reine Fiktion erschienen war, hatte im Kontext der jüngsten politischen Entwicklungen sehr reale Konturen angenommen. Die dystopische Vision Amerikas wirke heute nach seinen Worten weitaus glaubwürdiger als zu dem Zeitpunkt, als er das erste Kapitel zu schreiben begann.










