Kommandeur enthüllt Putins schwierige Frage: „Warum kämpft ihr?“

Der Krieg verlagert sich unter die Erde

Die Regeln des modernen Gefechts verändern sich in einem atemberaubenden Tempo. Taktiken, die noch vor Kurzem zuverlässig funktionierten, sind heute schlicht wertlos. Die Soldaten an vorderster Front mussten deshalb völlig neue Wege finden, um zu überleben.

Offene Schützengräben gehören an vielen Abschnitten der Ostfront längst der Vergangenheit an. Die ständige Bedrohung aus der Luft hat ganze Einheiten dazu gezwungen, sich buchstäblich tief in den Boden einzugraben.

Angriffe werden heute sorgfältig aus der Sicherheit unterirdischer Bunker heraus koordiniert. Ihor Obolenskyj, Kommandeur des 2. Korps der Nationalgarde, schilderte diesen grundlegenden Wandel bei einem Auftritt in Kyjiw in aller Deutlichkeit und erläuterte, wie genau sich seine Männer der neuen Realität angepasst haben.

„Das Schlachtfeld hat sich in unserem Verantwortungsbereich vollständig unter die Erde verlagert“, bestätigte der erfahrene Militärvertreter.

Die Taktik des Gegners übertreffen

Die unterirdische Strategie war überraschenderweise zuerst von den Besatzungstruppen eingesetzt worden. Die Verteidiger haben diese Methode jedoch nicht nur schnell begriffen, sondern sie auch deutlich weiterentwickelt.

Westliche Armeen verfügen laut dem Kommandeur bislang über keinerlei praktische Erfahrung mit dieser Art der Kriegsführung. Die technologische und taktische Entwicklung auf dem Schlachtfeld schreitet so rasant voran, dass Verfahren, die gerade einmal zwei Jahre alt sind, bereits vollständig überholt sind.

Den Verteidigern ist es gelungen, den Feind in seinem eigenen Spiel zu schlagen. Sie sind inzwischen in der Lage, hochwirksame Angriffe direkt aus verborgenen unterirdischen Stellungen heraus zu führen und verschaffen sich damit einen unerwarteten taktischen Vorteil.

Der Mensch bleibt der entscheidende Faktor

Die rasante Weiterentwicklung von Waffen erfordert ständige Anpassungen in der Luftabwehr – erst recht, wenn der Gegner massiv in die Entwicklung von Kampfdrohnen investiert.

Auch wenn moderne Technologie eine zentrale Rolle spielt, reichen Maschinen allein für einen vollständigen Sieg nicht aus. Der erfahrene Kommandeur mahnte eindringlich, die Aufmerksamkeit niemals von der Infanterie abzuwenden.

Der einfache Soldat im Graben bleibt das mit Abstand wichtigste Element – und das darf sich unter keinen Umständen ändern.

Gleichzeitig wurde vor Angriffen auf zivile Infrastruktur gewarnt. Diese verheerenden Schläge gegen Städte werden nach militärischen Einschätzungen so lange andauern, wie die Aggressoren auch nur minimale Geländegewinne an der Front vorweisen können.

Fronteinfrierung und politischer Druck

Das vorrangige militärische Ziel ist daher das vollständige Einfrieren der feindlichen Offensive. Gelingt es, den Gewinn auch nur eines einzigen Kilometers Territorium zu verhindern, erzeugt das innerhalb der Machtstrukturen des Aggressors enormen politischen Druck.

Sobald die Front zum Stillstand kommt und greifbare Ergebnisse ausbleiben, wird die Führung des Aggressors unangenehme Fragen aus den eigenen Reihen beantworten müssen – Fragen nach dem Sinn des gesamten Feldzugs. Das Stoppen des Vorrückens löst schlicht die Frage aus, warum überhaupt noch gekämpft wird.

Die Aufrechterhaltung dieser stabilen Linie ist jedoch ohne internationale Unterstützung nicht möglich. Dafür sind eine kontinuierliche finanzielle Hilfe, der Austausch industrieller Technologien und erstklassige militärische Ausbildung unabdingbar.

Es wurde sogar ein innovativer Vorschlag gemacht: Internationale Verbündete sollen die Hälfte der heimischen Drohnenproduktion finanzieren. Dieser Schritt würde nicht nur Arbeitsplätze im angegriffenen Land schaffen, sondern auch einen willkommenen wirtschaftlichen Impuls für die befreundeten Staaten darstellen.

Author

  • Markus Steiner ist ein österreichischer Autor mit Interesse an Haushalt, Garten und cleveren Alltagstipps. Er teilt nützliche Ratschläge und inspirierende Ideen für ein komfortables Zuhause.

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