Was als gewöhnliche Geburt begann, wurde zu einem historischen Abend
In einem britischen Haushalt verwandelte sich die scheinbar normale Geburt einer jungen Hündin in einen Abend voller Spannung, Staunen und einem offiziellen Eintrag in die Geschichtsbücher. Die Familie hatte sich auf einen freudigen Tag eingestellt – doch was folgte, übertraf jede Vorstellung. Ihre zweijährige Hündin irischer Abstammung brachte nicht nur einen außergewöhnlich großen Wurf zur Welt, sondern brach gleichzeitig den Weltrekord ihrer Rasse.
Von einem großen Wurf zum neuen Weltrekord
Die Protagonistin dieser Geschichte heißt Marigold und gehört der Rasse Irish Doodle an – einer beliebten Kreuzung aus Pudel und Irischem Setter. Dank einer Ultraschalluntersuchung beim Tierarzt wussten die Besitzer zwar, dass eine lange Nacht mit reichlich Nachwuchs auf sie zukommen würde, doch die Realität übertraf alle Erwartungen bei weitem.
Am zweiten Januar brachte Marigold unglaubliche siebzehn Welpen zur Welt. Mit dieser beeindruckenden Leistung überbot sie mühelos den bisherigen Rekord dieser Kreuzungsrasse. Den vorherigen Rekord hielt die Hündin Amelia, der vor einigen Jahren sechzehn Welpen geboren worden waren. Die zweijährige Marigold hat sich damit ungeplant in die Hundegeschichte eingetragen.
Nach Angaben der Familie verlief der Beginn der Geburt noch recht ruhig, und die ersten Welpen kamen problemlos zur Welt. Mit jeder weiteren Stunde aber wollte der Nachwuchs einfach nicht aufhören zu kommen. Jede neue Meldung vom Tierarzt sorgte im Wohnzimmer für eine Mischung aus ungläubigem Staunen und leichter Hysterie.
Dreizehn Stunden ununterbrochene Geburt
Das gesamte Ereignis zog sich über dreizehn Stunden hin – eine enorme Belastung, selbst für größere Hunderassen. Die Familie wich Marigold die ganze Zeit über nicht von der Seite und unterstützte sie mit tierärztlicher Assistenz, sauberen Handtüchern und Wärmeflaschen nach Kräften.
Die Besitzer erzählten, dass sie nach dem sechzehnten Welpen fest davon überzeugt waren, dass es nun vorbei sei. Doch dann kündigte sich der siebzehnte an – und bis zum absoluten Ende warteten alle angespannt, ob sich vielleicht noch ein weiteres Welpe versteckt hatte.
Die wichtigsten Fakten zum außergewöhnlichen Ereignis:
- Beginn der Geburt: in den frühen Morgenstunden
- Letzter Welpe: kam erst mit Einbruch des Abends zur Welt
- Gesamtdauer: rund 13 Stunden anhaltender Wehen und Presswehen
- Anzahl der Welpen: 17 – alle lebend und vollständig vital
Als schließlich alles vorbei war, lag Marigold völlig erschöpft in ihrem Körbchen, umgeben von einer lebendigen Decke aus winzigen, unablässig quiekenden Körpern. Der Tierarzt führte eine gründliche Untersuchung durch, da nach einer derart anstrengenden Geburt ernsthafte gesundheitliche Komplikationen wie übermäßige Blutungen oder Gebärmutterinfektionen drohen können.
Die Ernährung der Hundemutter glich der eines Leistungssportlers
Nach diesem Geburtsmarathon begann erst die eigentliche Arbeit. Siebzehn kleine Mäulchen verlangen nach ständiger Muttermilch und einer enormen Menge Wärme. Damit Marigold überhaupt genug Kraft aufrechterhalten konnte, stellten die Besitzer nach Rücksprache mit einem Fachmann einen extrem nährstoffreichen Speiseplan zusammen.
Täglich fraß die Hündin rund zwölf Dosen Nassfutter, dazu erhielt sie Premiumtrockenfutter und extra Portionen frisches Wasser. So übertrieben diese Menge auch klingen mag – für eine säugende Hündin mit einem derart großen Wurf ist sie schlicht notwendig. Der Energieverbrauch einer säugenden Hundemutter mit einem außergewöhnlich großen Wurf entspricht dem eines Leistungssportlers im Volltraining.
Schon wenige Tage später war deutlich zu erkennen, dass Marigold sich erholte. Ihre Kräfte kehrten zurück, ihr Appetit war ungebrochen, und zwischen ihren Welpen bewegte sie sich bereits wieder deutlich geschmeidiger. Die Welpen selbst nahmen rasch an Gewicht zu, was bestätigte, dass die Milchproduktion reibungslos funktionierte.
Lange Wartelisten und der Preis eines Designerwelpen
Die Nachricht von der tapferen Hündin verbreitete sich rasend schnell unter Hundefreunden. Das ansprechende Aussehen der Rasse, ihre Beliebtheit und der faszinierende Rekord lösten eine enorme Nachfrage nach den Welpen aus. Nach Aussage der Familie begann sich nahezu sofort eine lange Liste ernsthafter Interessenten zu bilden.
Jeder der Welpen kostet den neuen Besitzer rund 1.300 Pfund. Dieser Betrag entspricht ziemlich genau den aktuellen Preisen, die britische Züchter üblicherweise für beliebte Designerkreuzungen verlangen. Die Familie betont jedoch ausdrücklich, dass sie ihre Tiere keineswegs an jeden abgeben würden.
Wie gehen verantwortungsvolle Züchter bei der Wahl der Besitzer vor?
- Hat der potenzielle Interessent genügend Zeit für regelmäßige Spaziergänge und eine konsequente Erziehung?
- Verfügt er über ausreichende finanzielle Rücklagen für Futter, Tierarztkosten und Versicherung?
- Passt das Temperament und der Bewegungsbedarf des Tieres zum Lebensstil des Haushalts?
- Gibt es einen klaren Plan für die Versorgung, wenn das Tier älter wird und gesundheitliche Probleme auftreten?
Die Welpen verbringen noch einige Wochen an der Seite ihrer Mutter. In dieser wichtigen Zeit eignen sie sich grundlegende Sozialkompetenzen an und werden kräftig genug, um sicher auf eigenen Beinen zu stehen. Erst wenn diese Meilensteine erreicht sind, ziehen sie in ihre neuen Zuhause ein.
Ab wann wird ein besonders großer Wurf zum ernsthaften Risiko?
Die Geburt von siebzehn Welpen mag auf den ersten Blick bewundernswert und niedlich wirken – in der Praxis bedeutet sie jedoch eine erhebliche gesundheitliche Herausforderung. Sowohl die Mutter als auch ihre Kleinen benötigen besonders in den ersten Tagen und Wochen eine außerordentlich engmaschige Betreuung.
Bei derart extremen Situationen empfehlen Tierärzte häufig, einen Teil der Welpen zumindest zeitweise mit hochwertiger Welpenmilch zuzufüttern. Dadurch wird die erschöpfte Hündin spürbar entlastet, und schwächere Welpen werden daran gehindert, in ihrer Entwicklung unnötig zurückzufallen. Wärmeunterlagen in einem zugfreien, separaten Raum tragen zusätzlich wesentlich zur Stabilisierung und zur richtigen Körpertemperatur bei.
Was uns diese außergewöhnliche Geschichte lehrt
Nicht jedes Haustier strebt nach Rekorden – das ist klar. Viele Besitzer unterschätzen jedoch erheblich, wie viel Vorbereitung ein solcher Wurf erfordert. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Zucht aufzubauen, sollte sich rechtzeitig bei einem qualifizierten Tierarzt oder dem zuständigen Zuchtverband beraten lassen.
Zu den entscheidenden Faktoren gehören nicht nur der aktuelle Gesundheitszustand der Elterntiere, sondern auch die Erfassung erblicher Erkrankungen in der Ahnenlinie und die Gewissheit, dass für alle Welpen liebevolle Zuhause gefunden werden. Ein Haus voller Welpen klingt idyllisch – in Wirklichkeit sind es jedoch wochenlange erschöpfende Arbeit, Nachtfütterungen und beträchtliche finanzielle Belastungen.
Eine Hündin wie Marigold zeigt eindrucksvoll, zu welch außerordentlicher Widerstandskraft Tiere fähig sind, wenn sie die bestmögliche Unterstützung erhalten. Ihre bemerkenswerte Leistung erinnert uns jedoch auch daran, dass Hundezucht keine Jagd nach Zahlen und Sensationen sein darf – sondern in erster Linie dem Tierwohl, viel Geduld und hundertprozentiger Verantwortung verpflichtet ist.
Wer selbst schon einmal einen Wurf betreut hat, weiß, wie schnell ein solches kleines Rudel das bisherige Leben vollständig in Beschlag nimmt. Ständiges Sauberhalten, regelmäßiges Wiegen, schrittweise Sozialisierung, Zufütterung und lückenlose Kontrolle füllen ganze Tage aus. Erfahrene Züchter betonen daher eine goldene Regel: Stellt immer sicher, dass ihr eine hilfsbereite Familie oder Freunde im Rücken habt, die einspringen können, wenn die eigenen Kräfte nachlassen.










