Die Eigenschaften von Aluminium clever für sich nutzen
Das Abtauen des Gefrierschranks gehört wohl zu den unbeliebtesten Haushaltsaufgaben überhaupt – viele von uns schieben sie immer wieder auf. Dabei gibt es eine überraschend clevere und wirkungsvolle Methode, die diesen lästigen Zeitfresser deutlich erträglicher macht.
Das Beste daran: Man braucht dafür kaum mehr als zwei Dinge. Konkret reichen herkömmliche Küchenfolie aus Aluminium und eine mittelgroße Schüssel mit heißem Wasser.
Das Geheimnis hinter diesem Trick liegt in den physikalischen Eigenschaften der Aluminiumfolie, denn sie leitet Wärme außerordentlich gut. Genau diese Fähigkeit beschleunigt den Abtauprozess auf beeindruckende Weise.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Innenwände des Geräts werden gründlich mit Alufolie ausgelegt. Anschließend stellt man eine Schüssel mit sehr heißem – aber nicht kochendem – Wasser in das Innere des Gefriergeräts.
Die glänzende Folie verteilt die abstrahlende Wärme sofort gleichmäßig im gesamten Innenraum. Die Eisschicht löst sich dadurch wesentlich schneller vom Kunststoffgehäuse. Schon bald lassen sich ganze Eisstücke vorsichtig entnehmen, ohne auf das vollständige Schmelzen warten zu müssen.
Die richtige Vorgehensweise Schritt für Schritt
Bevor man überhaupt beginnt, muss das Gerät vollständig ausgeschaltet werden. Alle gelagerten Lebensmittel herausnehmen und vorübergehend in einer Kühltasche verstauen oder fest in eine dicke Decke einwickeln, damit sie möglichst lange kühl bleiben.
Danach die vereisten Flächen im Inneren des Gefrierschranks mit der besagten Folie abdecken. Auf den Boden legt man am besten ein saugfähiges Handtuch, das das abtropfende Schmelzwasser zuverlässig auffängt.
Sobald die Schüssel mit heißem Wasser platziert ist, die Tür kurz schließen. Nach wenigen Minuten beginnt das Eis von selbst nachzugeben und lässt sich mühelos von den Wänden ablösen.
Was man bei der Pflege unbedingt vermeiden sollte
Angesichts einer dicken, hartnäckigen Eisschicht kommt einem schnell der Gedanke, ein Messer, einen Schraubenzieher oder ein anderes spitzes Werkzeug zur Hilfe zu nehmen. Diesen Impuls sollte man jedoch sofort verwerfen.
Durch rohe Gewalt riskiert man irreparable Schäden am Innengehäuse. Schon der kleinste Riss oder eine Durchbohrung bedeutet in den meisten Fällen eine kostspielige Reparatur – oder schlimmstenfalls den Totalschaden des gesamten Geräts.
Ebenso sollte man niemals kochendes Wasser direkt in das Gefriergerät schütten. Der plötzliche und extreme Temperaturschock wirkt sich zerstörerisch auf die Kunststoffbauteile aus, die dadurch leicht reißen können.
Regelmäßige Pflege ist aus mehreren Gründen unverzichtbar. Übermäßige Vereisung beansprucht nicht nur wertvollen Stauraum für Vorräte, sondern zwingt das Kühlsystem auch zu einer höheren Leistung. Das schlägt sich zwangsläufig in unnötig hohen Stromkosten nieder.
Wer kein modernes Gerät mit spezieller No-Frost-Technologie besitzt, sollte mindestens ein- bis zweimal pro Jahr eine gründliche Reinigung einplanen. Der ideale Zeitpunkt ist erreicht, wenn die Eisschicht eine Dicke von etwa einem halben bis einem Zentimeter überschreitet.
Mit dem cleveren Einsatz von Alufolie und warmem Wasser wird diese Pflichtaufgabe jedoch keine große Qual mehr sein – und lässt sich in bemerkenswert kurzer Zeit erledigen.










